Ernährungsindustrie rechnet mit deutlichem Exportschub
Berlin - Die Ernährungsindustrie geht trotz der Wirtschaftskrise von einem deutlichen Schub bei den Exporten aus. Für dieses Jahr werde mit einem Wachstum von 15 Prozent gerechnet, teilte die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie am Dienstag in Berlin mit. Offene Märkte ermöglichten zustzliche Absatzchancen und entlasteten den Markt in Deutschland. Mehrere Länder wie China hatten Importverbote für deutsches Schweinefleisch aufgehoben. Die Branche blickt allerdings «mit Sorge» auf protektionistische Tendenzen wegen der Wirtschaftskrise. Die Industrie warnte den Handel vor einer «Preisspirale nach unten». Die niedrigeren Lebensmittelpreise wirkten «wie ein drittes Konjunkturpaket», die Rohstoffpreise gingen aber nicht auf Dauer zurück. Deshalb müsse die Preissenkungs-Offensive vom Januar kritisch beurteilt werden. Im November erzielte die Ernährungsindustrie einen Umsatz von 12,7 Milliarden Euro - das waren 6 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Branche schneide aber noch besser ab als andere Industriezweige, hieß es. Zudem habe der November 2008 zwei Arbeitstage weniger als der November 2007 gehabt. (dpa)